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Formel 1 : Suzuka, Mission Aquaplaning !

Sport am 12.10.10 von Tobias

Die Testfahrten für den Großen Preis von Suzuka fanden bei heftigem Regen statt. Die Wetterbedingungen waren so schwierig, dass umgeplant werden musste und ernsthaft der Monsunreifen in Erwägung gezogen wurde.

Webber unter dem Regen Bild-Credit © : All rights reserved

Bei Bridgestone war man sich dessen voll und ganz bewusst, dass der Regenreifen mit einer derart großen Wassermenge nicht klarkommen würde, bestätigte Hirohide Hamashima: „Unser Regenreifen kann 61 l Wasser pro Sekunde verdrängen, wenn man wie bei der Formel 1 300 km/h fährt, aber an diesem Nachmittag (Samstag) gab es einfach zu viel Wasser, auch für diesen Reifen.“ „Jeder Pilot fuhr mindestens eine Runde, und alle zeigten aufgrund der tiefen Wasserlachen und der Wasserbäche, die über die Piste liefen, Aquaplaning an. Es war die richtige Entscheidung, das Qualifying zu verschieben, denn selbst für unseren Regenreifen war es einfach zu nass.“

Mehrere Fahrer kommentierten die Schwierigkeiten auf der Rennstrecke, vorne weg Jarno Trulli:“ Es gibt Aquaplaning. Tatsache ist auch, dass die Reifen bei zu großen Wassermengen keine Bodenhaftung haben. Die aktuellen Autos sind schnelles Fahren gewohnt. Je niedriger also die Geschwindigkeit ist, desto schwieriger lässt sich die Formel 1 fahren.“

Dies ist auch der Grund, warum vermehrt Reifen für extrem starken Regen gefordert werden, so auch von Sam Michael (Technischer Direktor bei Williams).
Diese Reifen, die „Monsun-Reifen“ genannt werden, zeichnen sich durch eine Profiltiefe von mehr als 10 mm aus und können somit eine sehr große Wassermenge verdrängen.

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