Sport- und High-Performance-Reifen, Reifen und Konkurrenz - F1 : Großer Preis von Malaysia : Faktor Reifen
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F1 : Großer Preis von Malaysia : Faktor Reifen

Sport am 04.05.11 von Tobias

Das erste Grand Prix-Rennen dieser Saison war für Pirelli noch ein voller Erfolg gewesen, beim zweiten Rennen in Malaysia war das Ganze wesentlich komplizierter. Die Probleme wurden vom starkem Reifenabrieb und vor allem dem Gummiresten (sogenannten Marbels) auf der Strecke hervorgerufen. Rückblick auf ein sehr bewegtes Rennen.

F1 Reifen Pirelli Bild-Credit © : Rezulteo

Bei Temperaturen von über 30°C und einer Luftfeuchtigkeit von 83% waren die Pirelli-Reifen extremen Bedingungen ausgesetzt, welche ihre Laufleistung reduzierten und dadurch logischerweise zu einer größeren Zahl an Boxenstopps führten. Einige Fahrer scheinen diese Gegebenheit als eine zusätzliche Herausforderung anzusehen, auf jeden Fall aber profitiert hierbei vor allem das Publikum, dem ein bei weitem spannenderes Rennspektakel präsentiert wird : Viele Überholmanöver,  ausgefeilte Strategien und anspruchsvollere Fahrtechniken.

So durfte der Zuschauer miterleben, wie in den Boxen unaufhörlich Hochbetrieb herrschte und insgesamt 59 Mal die Reifen gewechselt wurden, dies schlug sich auch auf die Entwicklung des Gesamtklassements nieder. Mark Webber fiel dadurch z.B. zwischenzeitlich vom 4. auf den 10. Platz zurück, Nick Heifeld befand sich mal auf dem 2. mal auf dem 9. Platz, während einzig Sebastian Vettel an der Spitze einen Alleingang fuhr.

Seitens Pirelli hob man die positiven Auswirkungen dieser Situation auf die Rennstrategien hervor.

Dennoch wäre der schnelle Reifenabrieb nicht ohne Konsequenzen, da die Reifen nach Meinung einiger Rennfahrer offensichtlich zu viele Gummireste hinterlassen. Das Phänomen der Marbels ist an sich nicht ungewöhnlich, aber es schien, als wäre vielmehr die unnatürlich große Menge ein Problem. Pirelli wird sich nach eigenem Bekunden bei den Teams umhören und falls nötig nach einer Lösung suchen.