Sport- und High-Performance-Reifen, Reifen und Konkurrenz - Der Semi-Slick-Reifen: Für Freizeit und Wettkampf
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Der Semi-Slick-Reifen: Für Freizeit und Wettkampf

Sport am 11.08.11 von Tobias T.

Der Semi-Slick-Reifen wird in verschiedenen Gummimischungen angeboten und ist für das Fahren auf Rennstrecken geeignet, aber auch für den Straßenverkehr zugelassen. Nachteil : Mittelmäßige Leistungsfähigkeit auf nasser Fahrbahn.

Semi-Slike Reifen Bild-Credit © : Jean-Guillaume Thyere

Der Semi-Slick-Reifen wird bei Wettkämpfen, speziell bei Rallyes und Bergrennen, eingesetzt, ist aber auch für das Freizeit-Sportfahren auf der Rennstrecke geeignet. Er zeichnet sich durch eine spezielle Gummimischung aus und seine Lauffläche verfügt über weniger Profilrillen  als ein sportlicher Straßenreifen. Ziel ist es, durch die Vergrößerung der Reifenaufstandsfläche die Haftung auf dem Asphalt zu verbessern. Trotzdem ist der Reifen auch für den Straßenverkehr zugelassen.

Die Gummimischung eines Semi-Slicks ist speziell für extreme Fahrbedingungen ausgelegt.

    •    Der Grip begünstigt die Stabilität und die Kurvengeschwindigkeit Verkürzte Bremswege.

    •    Konstante Leistungsfähigkeit während der Laufzeit.
    •    Die steifen Flanken verhindern eine zu starke Verformung des Reifens bei Lastwechseln.

Grenzen des Semi-Slick: Der Regen. Durch seine geringe Rillenzahl kann er Wasser schwer ableiten und verliert so bei nasser Fahrbahn seine Leistungsfähigkeit.

Die verschiedenen Gummimischungen

Semi-Slicks werden in den Gummimischungen super soft, soft und medium angeboten, der Fahrer wählt sie entsprechend seiner Anwendung aus:
    •    Bergrennfahrer wird zum Beispiel eine Soft-Gummimischung bevorzugen, da er einen Reifen braucht, der sehr schnell heiß wird, um eine optimale Haftung ab den ersten Metern zu erhalten.

    •    Ein "Pistenfahrer" wird eher eine Medium-Gummimischung wählen (oder sogar eine harte), um einen widerstandsfähigen Reifen für schwierige und lange Fahrbedingungen zu haben.

Die Laufleistung eines Semi-Slicks
Die Laufleistung eines Rennreifens ist schwierig einzuschätzen, da hier zahlreiche Faktoren mitspielen:
Die Fahrweise des Rennfahrers, Gewicht und Leistung des Wagens, Pistenbelag, benutzte Gummimischung, Außentemperatur, Rennbedingungen, etc.…

 

Ein Rennfahrer, der Sessions über 20 Minuten fährt, wird seine Reifen schneller abfahren, als einer, der einen Boxenstopp macht, sobald er merkt, dass seine Reifen zu heiß werden.


Weiterer Parameter: Der Reifendruck. Ein schlecht aufgepumpter Reifen (zu gering oder zu sehr) nutzt sich schneller und unregelmäßiger ab, als ein korrekt aufgepumpter Reifen.


Um die Reifenabnutzung zu kontrollieren, untersucht man die Verschleißanzeiger auf der Lauffläche des Reifens (wie bei einem klassischen Straßenreifen) oder auch manchmal auf der Flanke.

Semi-Slick ReifenabnutzungBild-Credit © : Jean-Guillaume Thyere

Der Semi-Slick-Reifen

Vorteile

Nachteile

  • Gute Straßenlage
  • Schnelle Erhitzung
  • Verkürzte Bremswege
  • Dauerfestigkeit
  • Steifheit der Flanken
  • Für den Straßenverkehr zugelassen
  • Günstiger als ein Slick
  • Verminderte Laufleistung
  • Eventuell ist ein zweiter Felgensatz notwendig
  • Hoher Gestehungspreis
  • Starke Beeinträchtigung des Fahrwerks und der Karosserie