Reifen und Fahrsicherheit - 80% der europäischen Autofahrer sind mit zu geringem Reifendruck unterwegs
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80% der europäischen Autofahrer sind mit zu geringem Reifendruck unterwegs

Sicherheit am 04.06.13 von Thomas Müller

Zu diesem alarmierenden Ergebnis kommt Bridgestone nach Durchführung der 8. Reifenkontrollkampagne des Reifenherstellers in Westeuropa. Außerdem sind ein Viertel der Autofahrer mit Reifen unterwegs, deren Verschleißgrad oberhalb der gesetzlichen Höchstgrenze liegt. Nach Meinung von Bridgestone liegen die Gründe dafür in der Wirtschaftskrise. Auf jeden Fall hat diese Nachlässigkeit eine hohe Anzahl von Unfällen, eine Verschwendung von Kraftstoff und einen unnötigen CO2-Ausstoß zur Folge.

Wartung  von Reifen mit zu geringem Reifendruck Laut Bridgestone fahren 80% der europäischen Autofahrer mit zu geringem Reifendruck. - Bild-Credit © : Bridgestone

Wie jedes Jahr zieht Bridgestone auch dieses Jahr wieder die Schlussfolgerungen aus den Reifenkontrollen, die regelmäßig in den Ländern Westeuropas durchgeführt werden. Und diese sind sehr alarmierend. Bei den 28.000 in 2012 durchgeführten Kontrollen, so stellte der Reifenhersteller fest, fuhren 78 % der Autofahrer mit Reifen, die einen ungenügenden Reifendruck hatten. Im Vergleich dazu waren es 2011 noch 63%. Es handelt sich hier also um eine Erhöhung von 25%.

 

 

 Brigdestone spricht von einer Folgeerscheinung der Wirtschaftskrise 

Reifenkontrolle durch BridgestoneBild-Credit © : Bridgestone
Aber das ist noch nicht alles: Die Kontrollen ergaben auch, dass ein Viertel der Autofahrer mit Reifen unterwegs ist, deren Verschleißgrad oberhalb der zulässigen Höchstgrenze liegt. 2011 lag dieser Wert vergleichsweise bei 20%, also auch hier eine Erhöhung um 25%. Die Verantwortlichen der Befragung sind der Meinung, dass der Grund für diese Entwicklung, die durch die Wirtschaftskrise ausgelöste geringere Kaufkraft sei. Um ihre Ausgaben zu reduzieren, so Bridgestone, sind die Verbraucher geneigt, den Moment des Reifenwechsels hinauszuzögern. Aus denselben Gründen nutzen sie auch weniger ihr Fahrzeug und kontrollieren seltener den Reifenzustand, insbesondere den Reifendruck.

 

Grund für über 150000 Unfälle in Europa

Diese Situation versetzt den Reifenhersteller in Sorge, der sehrwohl weiß, dass Reifen mit ungenügendem Reifendruck sowohl gefährlich als auch kostspielig sind. Denn in der Tat ist dieser ungenügende Reifendruck Grund für 153.000 Unfälle in Europa und verantwortlich für 6% der tödlichen Straßenunfälle. Man weiß, dass ein ungenügender Reifendruck die Straßenlage und die Stabilität beim Bremsen beeinträchtigt. Dadurch verlängert sich der Bremsweg und das Aquaplaningrisiko bei Regen wird erhöht. Bei abgenutzten Reifen gilt dies umso mehr.

 

Fast 4 Milliarden Liter Kraftstoffverschwendung

Außerdem führt eine ungenügende Reifenwartung zu zusätzlichen Kosten für den Autofahrer und die Gemeinschaft. Bridgestone behauptet, dass Reifen mit 0,5 Bar zu wenig Druck, für einen Mehrverbrauch von 2,4% Kraftstoff verantwortlich sind. Alles in allem, so die Schätzung des Reifenherstellers, ergibt dies eine Kraftstoffverschwendung von 3,9 Milliarden Liter pro Jahr und einen überflüssigen CO2-Ausstoß von 9,2 Millionen Tonnen.

 

 Regel: Monatliche Kontrolle des Reifenzustandes 

Diese alarmierende Feststellung ist Anlass dazu, nochmals daran zu erinnern, dass man den Zustand seiner Reifen monatlich kontrollieren sollte.  Der vom Hersteller empfohlene Reifendruck steht in der Betriebsanleitung des Fahrzeuges, am Einstieg der Fahrerseite oder auch an der Innenseite der Tankklappe.

 

Noch mehr Wissenswertes:
>> Webseite von Bridgestone über die Reifensicherheit