Erfahren alles über die Reifenmarke Michelin über ihre Entstehung und ihre Geschichte.
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Michelin Wir bringen Sie weiter.

Wissenswertes über Michelin

Michelin, einer der (beiden) Weltmarktführer in der Reifenbranche

Die Firma aus Clermont-Ferrand, die in 1889 von den Gebrüdern Édouard und André Michelin gegründet wurde, macht heute der japanischen Firma Bridgestone die Führung im weltweiten Reifenmarkt (17,1% im Jahre 2008 im Vergleich zu 16,9% im Jahre 2007) streitig.

Geographisch gesehen stützt sich Michelin auf einen starken Bekanntheitsgrad in Frankreich und in ganz Europa.

2008 erzielte die in mehr als 170 Ländern vertretene Gruppe einen Umsatz von 16,4 Milliarden EUR bei einem Nettoergebnis von 357 Millionen EUR.

Die jährliche Reifenproduktion von Michelin an 69 Standorten beträgt ca. 177 Millionen Reifen. Die Gruppe zählt 112.500 Mitarbeiter in 19 Ländern auf fünf Kontinenten.

Die technologische Innovation steht im Mittelpunkt der Strategie des französischen Herstellers. Seit den 50er Jahren mit der Erfindung des Radialreifens investiert Michelin erhebliche finanzielle Ressourcen in die Forschung. In 2008 investierte Michelin beispielsweise ca. 500 Millionen EUR in Ausgaben für Forschung und Entwicklung, d. h. 3% seiner Verkaufsmenge (höchstes Budget der Branche). Und weltweit arbeiten ca. 6.000 Mitarbeiter vom französischen Reifenhersteller in seinen F&E-Zentren.

Bereits Anfang der 90er Jahre bekennt sich Michelin zum „grünen Reifen“, zugleich umweltschonend und kraftstoffsparend.

Neben der Automobilbranche ist die Gruppe auch auf dem Markt für Motorrad-, Baumaschinen-, Luftfahrt- und Landwirtschaftsreifen vertreten. 

Michelin ist auch für seine Straßenkarten, seine Reiseführer und seinen Gastronomieführer bekannt. 

Michelin, 120 Jahre Pioniergeist im Zeichen der Mobilität

1889 Michelin et Cie. Die Gebrüder Édouard und André Michelin übernehmen das Familienunternehmen, das Fahrrad-Bremsschuhe herstellte.

1891 Der demontierbare Reifen. Édouard Michelin erfindet einen demontierbaren, in einer Viertelstunde reparierbaren Reifen und meldet ihn sofort zum Patent an.

1898 Das Michelin-Männchen. Das Michelin-Männchen wurde vom André Michelin erfunden.

1900 Der rote Michelin-Führer. Michelin gibt einen praktischen Führer heraus, der den Autofahrern das Leben erleichtern sollte: Der erste rote Michelin-Führer erschien mit einer Auflage von 35.000 Exemplaren.

1907 USA. Erstes amerikanisches Werk in New Jersey.

1908 Der LKW-Reifen. Durch die Erfindung des Zwillingsreifens konnten die ersten schweren Nutzfahrzeuge entwickelt werden.

1910 Die Michelin-Karte. Ausgabe der ersten Straßenkarte im Maßstab 1:200.000.

1913 Das Rad aus Stahl. Erfindung des demontierbaren Rades aus Stahl, das als Vorfahre des Reserverades gilt.

1923 Der Niederdruckreifen. Erster Niederdruckreifen (2,5 bar) für PKW. Dieser Reifen kann 15.000 Kilometer fahren.

1930 Der schlauchlose Reifen. Patentanmeldung für einen Reifen mit einvulkanisiertem Schlauch, den Vorläufer des Tubeless-Reifens.

1946 Der Radialreifen. Patentanmeldung für den Reifen mit Radialkarkasse, er sollte die Reifenwelt revolutionieren. Ab 1949 wurde er unter der Bezeichnung Michelin X vermarktet.

1965 Technologiezentrum. Gründung des Versuchs- und Forschungszentrums von Ladoux, nördlich von Clermont-Ferrand.

1979 Weltmeister. Michelin (in Zusammenarbeit mit Ferrari) wurde Weltmeister in der Formel 1 mit dem Radialreifen.

1981 Übernahme der Firma Kleber. Michelin wird Mehrheitsaktionär von Kléber-Colombes (Frankreich).

1988 Asien. Michelin öffnet Niederlassungen in Thailand und Japan.

1990 Übernahme der Firma Uniroyal. Uniroyal-Goodrich Tire Company wird in die Michelin-Gruppe aufgenommen.

1993 C3M. Neues Verfahren zur Reifenherstellung unter der Bezeichnung C3M.

1994 Der grüne Reifen. Eine neue Reihe von Reifen, bei denen die Gummimischung mit Silikat angereichert (Energy) wurde, sorgt für Kraftstoffeinsparungen.

1995 Wachstum. Eine Übernahmewelle rollt an: Sie beginnt in Polen und setzt sich in Ungarn, Deutschland, Kolumbien, Rumänien, usw. fort.

1996 China. Erstes Werk in China, zwei neue Produktionsanlagen in Schweden und in den USA.

2001 ViaMichelin. Die Online-Routenplanungshilfe wird eingeführt.

2002 Russland. Bau einer Fabrik in Russland.

2005 Weltmeister (Fortsetzung). Michelin wird in der Formel 1, WRC und Motorrad GP zum Weltmeister gekrönt.

2008 Energy Saver. Markteinführung von Energy Saver: Durch den sehr geringen Rollwiderstand sorgt dieser Reifen für noch mehr Kraftstoffeinsparungen.

Rennsportarten und Sportsponsoring

Rennsportarten, Sponsoring und Sportsponsoring

Nachdem Michelin mehr als 100 Große Preise und sieben Weltmeisterschaften mit den bedeutendsten Automarken (Ferrari, Brabham, Mac Laren, Renault, usw.) errungen hatte, zog sich der französische Hersteller aus der Formel 1 2006 wegen Unstimmigkeiten mit dem Automobilsportweltverband FIA zurück. Der Automobilsportweltverband wollte nämlich nur noch einen Reifenausrüster für alle Teams. Aus den gleichen Gründen verließen die Franzosen die Moto-GP-Meisterschaft. Heutzutage widmet sich Michelin hauptsächlich Endurance-Rennen im Auto- (24-Stunden-Rennen von Le Mans) und Motorradrennsport (Bol d’Or).

Autorennsport

  • 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Im Jahre 2009 erlangte Michelin den Sieg in den vier Autokategorien und siegte zum 12. Mal in Folge.
  • World Series by Renault.
  • A1 GP.
  • Speedcar-Series.

Motorradrennsport

Michelin nimmt an folgenden Meisterschaften teil:

  • Motocross. 
  • Enduro.
  • Trial (outdoor, indoor).
  • Haltbarkeit.

Motorsport-Sponsoring

Michelin ist Partner von American Le Mans Series und Michelin X Green Challenge.