Originalbereifung für Fahrzeuge - Der neue Ford Focus RS fährt mit Michelin Reifen
Center

Der neue Ford Focus RS fährt mit Michelin Reifen

Erstausrüstung am 01.02.16 von Alexandre Lenoir

Der Reifenhersteller Michelin bringt im Rahmen seiner Partnerschaft mit Ford Performance Weiterentwicklungen seines Pilot Super Sport und Pilot Sport Cup 2 auf den Markt. Beide Modelle werden exklusiv auf dem neuen Focus RS vom Band gehen.

Der neue Ford Focus RS fährt mit Michelin Reifen Der neue Focus RS kommt exklusiv mit Michelin Pilot Super Sport und Pilot Sport Cup 2 (optional) auf den Markt - Bild-Credit © : Michelin / Ford

Der neue Ford Focus RS wird Anfang des Jahres auf den deutschen Markt eingeführt. Kommen wir zurück auf die sportliche Bereifung des 350 PS Performance-Modell.

Michelin ist weltweit einer der führenden Herstellern rollwiderstandsreduzierter Reifen. Kein Grund jedoch, die Hände in den Schoß zu legen. So arbeitete der Reifenhersteller im Rahmen seiner Partnerschaft mit Ford Performance (der Tuningabteilung des amerikanischen Reifenherstellers) an einer Weiterentwicklung des Pilot Super Sport (als Serienausstattung) und des Pilot Sport Cup 2 (als Option) und beide Reifen werden als Erstausrüstungsreifen auf dem neuen Focus RS, dessen Produktion gerade anläuft, vom Band gehen.

Gerade mal 2000 gefahrene Kilometer auf den verschiedenen Testpisten waren nötig gewesen, um die Reifenabstimmung zwischen dem Pilot Sport Cup2 und dem Ford Focus RS vorzunehmen. Nicht gerade viel, so unser erster Eindruck, doch der Reifenhersteller erklärt uns, dass die zahlreichen Erstausrüstungsfreigaben, die man in letzter Zeit mit diversen anderen Automobilherstellern durchgeführt habe, zu einer effizienten und raschen Freigabe im Falle des Ford Focus RS verholfen habe. Die enge Beziehung und der Dialog mit Ford habe es Michelin ermöglicht, sehr schnell zu begreifen, was der Automobilhersteller von seinen neuen Reifen erwartete. In enger Zusammenarbeit habe man diese Herausforderung dann auch sehr schnell umsetzen können. Erinnern wir uns bei dieser Gelegenheit daran, dass der Pilot Sport Cup 2 bereits auf dem Nürburgring 2014 Rekorde eingefahren hat und zwar mit dem Porsche 918 Spyder und dem Renault Mégane RS 275 Trophy-R. Den Reifen gibt es also schon eine ganze Weile.

Bei den beiden neuen Reifen entschied sich Michelin für die Bi-Compound-Technologie, bei der die Gummimischungen für die Reifeninnen- und Außenseite unterschiedlich sind. Die Außenseite enthält Elastomere mit hohem Molekulargewicht, dies verbessert die Fahrbahnhaftung in den Kurven. Die Innenseite enthält hingegen steifere Elastomere, was für ein äußerst präzises Einlenkverhalten sorgen soll. Ebenfalls bei beiden Reifen kommt ein hochfester Aramidgürtel zum Einsatz. Aramidfasern vefügen über eine hohe Dichte und Zugfestigkeit. Bei gleichem Gewicht verfügen Aramidfasern jedoch über die fünffache Zugfestigkeit wie Stahlfasern. Dies verhindert eine Formveränderung des Reifens und sorgt für besseren Grip.

Bild-Credit © :
 

Der Pilot Sport Cup 2 verfügt als Besonderheit über die Track Variable Contact Patch 3.0-Technologie (einer Weiterentwicklung der Version 2.0, die beim Pilot Super Sport im Einsatz ist). Sie optimiert die Druckverteilung auf die Bodenaufstandsfläche, so dass unter allen Fahrbedingungen möglichst viel Lauffläche den Fahrbahnkontakt behält. Der Pilot Sport Cup 2 verfügt übrigens über die Bestnote A beim Reifenlabel für seine Nasshaftung.
Der Pilot Sport Cup 2 bekam außerdem einen zehn Prozent breiteren Wulstbereich, der noch steifer ist und dadurch für eine optimale Druckverteilung sorgt. Ebenfalls neu sind die aus der Michelin Velvet Technologie stammenden Reifenwände im Samt-Look.

Beide Reifen werden in den Größen 234/35 R19 angeboten, ihr geplantes Einsatzgebiet unterscheidet sich jedoch. So ist der in Serie angebotene Pilot Super Sport für die sportliche und vielseitige Nutzung gedacht, während der Pilot Sport Cup 2 eher für den radikalen Einsatz auf der Rennstrecke konzipiert wurde.