Reifenlabel-Ratgeber - Leistungskriterienvergleich dank des EU-Reifenlabels
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Leistungskriterienvergleich dank des EU-Reifenlabels

EU-Reifenlabel Tobias T.

Das Label ermöglicht es dem Verbraucher, seine Reifen nicht nur mehr nach Preis und Marke auszuwählen. Wichtig ist es zu wissen, was der jeweilige Unterschied zwischen zwei Klassen beim Bremsweg, Kraftstoffverbrauch und Geräuschentwicklung tatsächlich bedeutet. Lesen Sie weiter.

Leistungsvergleich dank des Reifenlabels Leistungsvergleich der Reifen dank des Reifenlabels - Bild-Credit © : Rezulteo

Eines der Ziele des Reifenlabels ist eine bessere Verbraucherinformation, damit der Verbraucher seine Reifen nicht nur anhand des Preises vergleichen kann, sondern ihm dazu noch weitere Kriterien zur Verfügung stehen. Diese von der EU beschlossene Maßnahme wird es dem Autofahrer nun tatsächlich ermöglichen, sicherere und umweltfreundlicherere Reifen zu kaufen.

Das Label zeigt die jeweilige Leistungsklasse des Reifens bezüglich der 3 ausgewiesenen Kriterien: Energieeffizienz, Nasshaftung und externe Abrollgeräusche. Lesen Sie nachfolgend, wie Sie den Unterschied zwischen zwei Klassen der jeweilig gemessenen Leistungskriterien zu bewerten haben.

 

Energieeffizienz

Der Anteil des Reifens am Gesamt-Kraftstoffverbrauch des Fahrzeuges wird anhand des Rollwiderstandes gemessen. Das Label zeigt anhand einer Farbe und eines Buchstabens, zu welcher Rollwiderstandsklasse der Reifen gehört. Der Leistungsunterschied zwischen einem Reifen mit der Note A und einem mit der Note G ist wirklich sehr beträchtlich.

Beim Kraftstoffverbrauch bedeutet dieser Unterschied zwischen den Noten A und G einem Wert von 0,5 l/100 km, sprich 80 Liter Kraftstoff pro Jahr (auf der Basis von 15000km/Jahr).

Bei den CO2-Emissionen bedeutet der Unterschied zwischen den Noten A und G einem Wert von 12g/km, sprich 0,18 Tonnen CO2 pro Jahr (diesselbe Basis).

Zum Vergleich : Das Gesetzesvorlage zum Umwelt-Malus 2013 setzt den Grenzwert auf 135mg/km fest, ab dem der Malus dann gezahlt werden muss.

>> Simulator für die Unterschiede beim Kraftstoffverbrauch und den CO2-Emissionen

 

Nasshaftung

Bei der Benotung der Nasshaftung werden die Testergebnisse mit denen eines Referenzreifens verglichen.

Der Unterschied zwischen Klasse A und Klasse F( Klasse G gibt es hier nicht) entspricht einem um 18 Meter kürzeren Bremsweg bei einer Anfangsbremsgeschwindigkeit von 80km/h, dies sind 4 Autolängen.

>> Simulator für die Unterschiede beim Bremsweg 

 

Externe Abrollgeräusche

Die Benotung erfolgt nach Vergleich des Testergebnisses mit einem Grenzwert, welcher je nach Reifentyp und Reifengröße unterschiedlich ist. Dieser Grenzwert wird bis 2016  nach unten korrigiert werden.

Der Leistungsunterschied zwischen zwei Klassen entspricht 3dB, das entspricht einer Reduzierung oder Erhöhung um jeweils die Hälfte der Abrollgeräusche.

1 Welle : Gute Leistung. Das Abrollgeräusch liegt 3dB unter dem aktuell festgelegten Normwert.

2 Wellen : Durchschnittliche Leistung. Das Abrollgeräusch entspricht dem aktuell festgelegten Normwert.

3 Wellen : Mangelhafte Leistung. Das Abrollgeräusch ist nach dem aktuell festgelegten Normwert akzeptabel, aber höher als der für 2016 festgelegte Grenzwert.

>> Simulator für die Unterschiede bei den Abrollgeräuschen

 

Seit dem erstem November 2014, dürfen Reifen mit der Note G in der Labelbewertung für Rollwiederstand und der Note F bei der Nasshaftung nicht mehr verkauft werden. Dennoch können Reifen die vor dem 01.11.2014 hergestellt worden noch bis zu 30 Monaten nach dem Eintritt der Regelung, also bis zum erstem Mai 2017 verkauft werden. Ausführliche Informationen in der Verordnung (EG) Nr. 661/2009 des europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Juli 2009 Kapitel III, Artikel 13, Absatz 5.

 

 

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